Die Ruhe im Chaos finden

Seit meinem letzen Blogeintrag ist eine ganze Weile vergangen. Die Unruhe war mein ständiger Begleiter. Ich musste mich an den neuen Rhythmus gewöhnen. Meine Tochter schleppte sich von einem Virusinfekt zum nächsten. Meine Mutti hatte ständig neue Aufgaben für mich. Es strömten so viele Reize auf mich ein, so dass ich jetzt gerne die „Stopp-Taste“ drücken möchte.

Ich will mich neu sortieren und eine Art Inventur für mein Leben anfertigen.

Zuallererst gebe ich die Aufgaben anderer, wieder vertrauensvoll zurück. Ich kümmere mich mit enorm viel Energie, um die Probleme anderer. Dies saugt natürlich und verschwendet meine Zeit. Jetzt klar „Nein“ zu sagen, kostet eventuell Mut und Kraft aber schafft längerfristig mehr Raum für mich und meine kleine Familie.

Als nächstes werde ich meine Wohnung scannen und Überflüssiges entsorgen/verschenken. Dies hatte ich schon in einem kleinen Experiment begonnen und es fühlte sich großartig an. Denn jeder einzelne Gegenstand sendet Energien aus. Hat man eine „volle“ Wohnung, können diese Energien sehr erdrückend auf einen wirken.

Es folgt eine „Online-Inventur“. Ich bin im Internet sehr präsent. Ob Facebook oder Instagram. Überall plätschern Informationen durch das Internet. Ich lese sie, reagiere darauf und es hinterlässt jedesmal ein Gedankenchaos in mir. Ebenso der Drang des „Gesehen-werdens“. Genügt es nicht, von den Menschen gesehen zu werden, welche mich im realen Alltag begleiten? Wozu diese Begierde nach Mitteilen? Dies werde ich durchleuchten und dann meine Konsequenzen ziehen.

Wohin soll mich mein Weg führen? Wenn ich nicht weiß, was ich genau möchte, besteht die Gefahr, das ich mich verirre. Deshalb werde ich mir genau überlegen, was mir wichtig ist. Ich werde in naher Zukunft verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen, dazu benötige ich einen klaren Kopf. Im Frühjahr ziehen wir um. Neues Chaos, mit dem Ziel wieder Anzukommen.

Und zu letzt auf meiner fortlaufenden Liste, steht die innere Klarheit. Ich mache mich auf die Suche nach meinen ethischen Werten. Immer, wenn diese verletzt werden, reagiere ich impulsiv, da ich nicht genau die Ursache benennen kann. Bin ich mir allerdings bewusst, welche Werte mir wichtig sind, kann ich authentischer und klarer im Hier und Jetzt Leben. Kein Raum für Manipulationen.

Klingt für mich, nach einem sehr guten Plan für den Herbst. Ich freue mich auf die Zeit, welche mir geschenkt wird. Ich freue mich auf mehr schreiben. Ich freue mich über die Lebenslust. Der Drang nach Weiterentwicklung.

Ich wünsche euch eine goldene Zeit im Blätterregen.

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Ein Gedanke zu “Die Ruhe im Chaos finden

  1. Kerstin schreibt:

    Das Licht nimmt zu. Durch die (-; „gestrengen“ 😉 Rituale im Advent in dieser (-;“speziellen“;-) Einrichtung wurde mir das wieder bewußt: Weil dort im Dezember und (insbesondere auch noch im) Januar frühmorgens kein („K-E-I-N“) elektrisches Licht in der Garderobe und im Hausflur eingeschaltet werden durfte/sollte. Alles nur überall voller Kerzen: Wochenlang jeden (Vormit-)Tag eine ganze Packung Teelichte! (Leider mit „Alu“ – ohne Mülltrennung). Aber selbst die Kinder haben einen daran erinnert, ja bloß kein Licht einzuschalten. Obwohl einige Eltern und auch ich manchmal fast „verzweifelt“ sind, weil ewig irgendwelche Mützen & Handschuhe unauffindbar waren.
    Aber tatsächlich habe ich es jetzt („hernach“) sehr-sehr viel deutlicher erlebt: Diese Wiederkehr des Licht’s schon gegen 21./24.Dezember (wenn die Meisen wieder singen!) und im weiteren Verlauf_ Ende Januar und „Maria Lichtmess“, wie dieser Feiertag Anfang Februar heißt. Ein Fest für das Licht.

    Schade, daß so viele Feiertage von „Religion belegt“ („okkupiert / domestiziert“?) sind, dabei haben ja eigentlich (fast?) alle einen „NATU_e_R-lichen“Ursprung_eben „NUR“ in der Natur, „bei“ „Mutter Natur“, in den „Gezeiten“, in den Jahres-Zeiten.

    Ich bin ein Winterkind und vermisse schon jetzt den sich zurückziehenden Winter, die („Weih-„)NACHT, das „Heimelige“, die „Einkehr“. Ich mag die Jahreszeit, wenn die Bäume ohne Laub sind: Da sieht man die Silouette/n, die Substanz 6 Struktur/en. Man sieht durch die Wälder hindurch. Heute beim Sonnenuntergang sahen die Bäume aus wie Scherenschnitt und das Licht dahinter war dunkelrot-orange-gelb-hellblau.13.02.2019/LG,K

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