Lebensabend

Klingt irgendwie seltsam. Ich weiß, welche Bedeutung dieser Begriff hat, aber selbst im reiferen Alter, habe ich doch auch einen Lebens – morgen-mittag-nachmittag? Nun ja, darüber dürfen sich die Philosoph!nnen dieser Welt die Köpfchen zerbrechen.

Ich konnte heute Beobachten, wie ich diesen (eben) nicht verbringen möchte. Heute vereinigte ich 2 „alte“ Freundinnen wieder zusammen. Es war komisch, ich kenne sie, seit meiner Geburt, aber gefühlt verändert haben sie sich kaum. Sicherlich rein äußerlich, aber im Kern ihres Wesens sind sie sich treu geblieben. Sie boten sich einen Wettstreit in: “ Wem ergeht es schlimmer? Wer kann die schlimmsten Krankheiten vorweisen?“ Ich hörte brav zu und verzog mich ab und zu in die Küche, um Kuchen und Kaffee zu servieren. Welch Dilemma. Und dann bekommen sie auch noch regelmäßig gesagt:“ Seien sie doch froh, das sie so ein hohes Alter schon erreicht haben.“ Tatsächlich? Kann man sich glücklich schätzen, wenn man die 80 fast geschafft hat und das Einzige was geblieben ist, sind 55 m² Einsamkeit mit einem Vakuum aus Leid, Schmerz und dem Gefühl, die Welt sei Ungerecht?

Ich habe eine ganz andere Vision von meinem persönlichen Lebensabend. Genau kann man nie Wissen, wie es kommt. Aber man kann sich zumindest schon vorbereiten. Wenn ich die 2 Damen von Heute nehme, haben sie sich schon vor Jahrzehnten genau auf diesen Abschnitt in ihrem Leben ( wenn auch unbewusst) vorbereitet. Ich erlebte sie schon als Kind sehr mürrisch, schimpfend, laut, jähzornig, polternd, unbewusst … „Du erntest, was du säest.“

Na dann, Prost Mädels. Lasst uns tanzen, singen, malen, Blumen riechen, Barfuß laufen, lieben, lachen, Füreinander da sein, Für sich auch mal sein, auch mal weinen, den Horizon erweitern um dann wieder die Stille aufzusaugen und noch vieles mehr. Lasst uns einen reichen Schatz in uns ansammeln, welcher uns am sogenannten Lebensabend nähren kann.

Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue – ich liebe tatsächlich das Leben ( selbst wenn im Außen seit langer Zeit ein staubiger Sturm wütet) am Ende bleibt der Baum stehen, die Vögel fliegen, die Blüten erwachen, … der Mensch kann machen was er will – die Natur ist stärker. Entweder du kämpfst weiter dagegen an oder du begibst dich mitten in den Fluss des Lebens. Lässt dich tragen und vertraust darauf, dass das Leben in deinem Sinne existiert. Fühlt sich gut an. Obwohl ich auch weiß, das es wieder andere Momente in meinem Leben geben wird. Momente, wo ich voller Energie gegen diesen Wahnsinn ankämpfen will. Sie ruht eben in mir – die Kriegerin – aber auch die Liebende – die Weise – die Verspielte – die, die dich Jetzt Umarmt und dir Dankt für den kurzen Augenblick, welchen du mir geschenkt hast. Ich wünsche dir eine magische Nacht. Gestern erblickte ich eine Sternenschnuppe – schau mal hoch zum Himmel, ein Wunsch wartet dort auch auf dich.

C.

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