Letzter Tag in der Anderswelt

Ich sitze hier, mit meinem Zitrone-Ingwer Tee und bin ein klitzekleinwenig Wehmütig. Morgen geht es wieder zurück in die Stadt. Der Sommer, hier in der Hütte, neigt sich dem Ende zu. Für den Herbst bin ich noch gar nicht bereit. Gut, wir haben noch einen ganzen Monat Spätsommer, aber keinen Urlaub mehr und so wird meine Uhr wieder im Aussen zu ticken beginnen. Tick tack Tick tack. Ich bin höchstgespannt, wie sich alles (Gesellschaftlich) weiterentwickeln wird.

Vor 2 Tagen war einer meiner besten Freundinnen hier. Sie war mit ihrer Familie in einem Rohkostcamp. Ihre Kinder meinten zu ihr, das dies echt prima zu Chrissy passen würde. Ich überlege es mir für nächstes Jahr. Dort gab es Yoga, Kräuterwanderungen, Trommeln, Circlesinging, Rohkostessen, Meditationen und vieles mehr zum ERDEN … und, die Menschen dort waren Ungeimpft. Ein völliger Perspektivwechsel, da sich meine Freundin dort als seltsam Anders fühlte, da sie geimpft ist. Nun, so fühle ich mich ständig in der Arbeitswelt. Schade, das wir uns so fühlen müssen, nur weil mal wieder Schubladen für Menschen gezimmert wurden. Es ist doch so egal, für was sich ein Mensch entscheidet, das grosse Credo in unserer Familie war-ist und bleibt- Du darfst alles machen, ausprobieren, solange du keinen anderen Menschen, kein anderes Lebewesen damit Verletzt – weder körperlich, noch psychisch. Ich weiss, dieses Credo ist schwer einzuhalten, wenn sich nicht Alle daran halten. Wenn du verletzt wurdest, wie kannst du es schaffen, nicht auch den Anderen verletzen zu wollen? Dies gehört, so glaube ich, zum Lebensweg dazu. Seinen Weg zu finden, friedlich, Selbstbestimmt … und die Hürden als Lebenslehren zu erkennen. An diesen zu wachsen und den Druck des Perfekten aufzulösen. Was wäre schon ein perfekter Mensch? Eine Leblose Hülle, ohne diese spannenden Ecken und Kanten.

Ich bin noch längst nicht in meiner Mitte angelangt. Viel zu stürmisch ist es mitunter in mir. Aber dies ist OK. Eine schwierige und doch Schöne Erfahrung ist es, wenn ich Erkenne, das ich Falsch lag oder eben Impulsiv gehandelt habe. Mich dann zu entschuldigen, ist eine Überwindung, aber in dem Moment fällt ein schwerer Stein vom Herzen. Alles löst sich und es kann neu begonnen werden.

Ach ja, das Leben. Dieses wilde Biest und zugleich sanfte Liebhaberin. Es stachelt dich an und wiegt dich dann wieder sanft in Sicherheit. Ein Auf und Ab. Ein Hecheln und Durchatmen. Und alles nur, um zu erkennen, das es uns nichts Böses will. Das es uns aufzeigt, das wir uns nur selbst mitunter im Weg stehen. Puh. Aber auch Yeah.

Heute fühle ich mich wie ein schwabberndes Etwas. Nase zu, etwas wehleidig, lustlos zum Packen, Traurig auf den bevorstehenden Abschied. Das Ab – trägt mich dann wieder zum AUF des Lebens. Ich packe jetzt noch ein wenig Koffer. Heute Abend dürfen wir die Feuerschale hier entzünden. Zum Glück wurde der Wald mit genügend Regenwasser getränkt.

Ich freue mich. Tief Durchatmen.

Ich wünsche euch einen herrlichen Spätsommer. ich bin mir Sicher, das wir uns vor dem Herbst nochmals lesen werden. Bis dahin, Alles Liebe,

C.

Ein Gedanke zu “Letzter Tag in der Anderswelt

  1. Friedrich Smetana schreibt:

    Hi, lb. Chrissy, schöner Text_Danke_ _auch die Trauer hat ihre Power_ vielleicht hast Du die Feuerschale fotografiert? 🔥🔥🔥 LG,K ***** ++++++++++++++++++++++++++++++++++++

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