Letzter Abend

Vorhin bin ich mit meiner Freundin zum See und schwamm in der Abenddämmerung meine Runden.

Ich spürte Melancholie und wollte sie im ersten Moment einfach von mir wegschubsen, aber ich ließ sie zu. All die Erlebnisse, Bilder, Momente der letzten 2 1/2 Wochen. Es tat gut, weil ich dann diese Dankbarkeit in mir fühlte. Für diesen Ort, für die Möglichkeit, mich hierhin zurück ziehen zu können. Und auch wenn sich mein Sommerurlaub langsam dem Ende nähert, bleibt dieser Ort mir erhalten.

Ich packe morgen meine Taschen und fahre zurück nach Leipzig. Was ich mitnehme ist ein gefülltes Herz voll Liebe. Möge diese dort verankert bleiben und mich in allen herausfordernden Zeiten daran erinnern, welchen Wert das Leben tatsächlich hat.

Meine beiden Kätzchen müssen sich dann auch wieder an das Wohnungsleben gewöhnen. Sie sind hier eins mit der Natur geworden. Heute brachten sie mir tatsächlich ein Vögelchen in die Hütte. Ich trug dieses verängstigte kleine Tierchen auf meiner Brust nach draußen und hielt es noch eine Weile. Dann hüpfe es davon. Ich hoffe es überlebt. Auch wenn die Natur es vorsieht, das der Stärkere überlebt, so kann doch auch der Stärkere ab und zu dem Schwächeren Helfen. Meine Kätzchen haben da schlechte Karten. Vor meinen Augen dürfen sie ihre tierischen Triebe nicht ausleben, das würde mir zu sehr Schmerzen.

Schlaft sanft ihr Lieben.

Veröffentlicht von Flyingsoul

Lebenskünstlerin

2 Kommentare zu „Letzter Abend

  1. 06.09.22_Hallo & Hallöchen_Ach so feine, elegante weiße Stein-Umrandungen; ein fetter („energetischer“?) Findling im (See-?)Wasser; Buddha im Garten usw. usf. schöne Foto = DAS Waldgrundstück! Ach ich bin ganz verzaubert von DEM urigen „Ambiente“ & der Erdung dort. Ich werde das Spreewaldgartengrundstück meiner Oldis wohl nicht „halten“ können. Es war ja eh kein Nutz- und Selbst-Versorger-Garten mehr, sondern schon beinahe ein stiller „Zen-Garten“ geworden, weil mein Dad‘ dort eigentlich schon lange fast gar nix mehr machen konnte / wollte. Aber das, was da an „Grünzeug & Gehölz“ dort ist, das wächst natürlich trotzdem (-; auch ohne Menschen 😉 & ich habe grad noch keinen Plan, wie ich das „beackern“ soll. Evtl. mal eine Firma bestellen. Es ist aber kein „Waldgrundstück“, sondern eine „Parzelle“ innerhalb einer Kleingartenvereinsanlage, wo die sehr verehrte Nachbarschaft rundherum von allen Seiten natürlichkritisch schaut, wenn alles über die Zäune hinwegwuchert… dann frage ich mich, ob „ES“ überhaupt „meins“ ist, ob ich es überhaupt über/nehmen will-soll (?), ob ich mir nicht besser was ganz eigenes suche?

    Als ich neulich von dort weg ging, aus dem Grundstück heruas, da lief der (dort ansässige) Fuchs vor mir her, ebenfalls „aus“ der Anlage heraus, auf dem Weg nach draußen: Wollte er mir den Weg hinaus weisen? Ich habe bitterlich geweint. Vielleicht waren es gar nicht meine Tränen?

    „Loslassen – immer wieder Loslassen“_ mögen ‚höhere‘ Mächte entscheiden_“Wir haben um die Erkenntnis dessen gebeten, was „er“ mit uns will, und um die Kraft, dies zu tun. Herzlich K.

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  2. Ach liebe Kerstin, ja, das Los Lassen begleitet uns unser ganzes Leben lang und immer wieder stellt dies eine der größten (Lebens) Herausforderungen dar. Ich wünsche dir viel Kraft, Mut und Hoffnung bei diesem Prozess. Wow, und der Fuchs als Materie gewordenes Sinnbild: ich geleitete dich hinaus, auf einen anderen Weg … das ist sehr kraftvoll und berührend. Sei ganz lieb umarmt, Chrissy

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