Die Freiheit nehme ich mir

So viel ist in den letzten Monaten geschehen, dass ich kaum alles aufschreiben könnte. Jedoch fasst der Titel die Grundessenz sehr gut zusammen.

Das Zugeständnis, sich in mehreren Abhängigkeiten befunden zu haben, ist kein leichtes, aber sehr wohl der erste Schritt in Richtung Freiheit. Ich bin immer davon ausgegangen, das mein Leben selbstbestimmt wäre. Bis zu dem Tag, als nur noch ein Thema unser aller Leben bestimmte.

Es begann die Zeit, als ich alles und Jeden in Frage stellte. Ich erwachte in einer Welt, die sich wie ein riesen Lügenkonstrukt anfühlte. Ich sehnte mich nach Ruhe.

Das Haus am See.

Ich hatte das unendliche Glück eine Hütte mitten im Wald, an einem See, kaufen zu können. Hier spürten meine nackten Füße wieder den warmen, nährenden Boden. Ich fand zu mir. Einige Stimmen wollten mich davon abbringen, denn in der Hütte gibt es kein fließend Wasser ( dieses holt man sich aus einer Quelle) und es riecht in jedem Winkel nach alten Zeiten. Es gibt kaum Empfang zur Außenwelt. Doch genau nach dieser Einfachheit sehnte sich meine Seele. Es fühlte sich nicht richtig an, wenn ich nach einem Wochenende im Wald, wieder zurück in die Stadt fuhr. Es war so ein starker Kontrast, so dass mein Herz nach Veränderung schrie.

Kündigung sozialer Netzwerke.

Als erstes löste ich mich von Amazon. Ein verlockendes Portal. Klick und schon hast du deine gewünschte Ware. Die Zwischenwege werden einfach gelöscht. Der Weg zum Geschäft. Die Gespräche mit den VerkäuferInnen, der Duft der Waren, die Überlegung, ob es tatsächlich gebraucht wird. Klick.

Es folgte nun Facebook und Instagram. Der Irrglaube, man wäre dadurch verbunden. Wir sind nicht verbunden, wir entfernen uns immer mehr von einander.

Die Diskussionen in den letzten Wochen waren sehr zermürbend und doch auch lehrreich. Wir versuchen ständig recht zu haben, gut zu sein, dazu zu gehören, … ein Hamsterrad.

Was ich für meinen weiteren Weg mitnehme ist: es gibt kein richtig oder falsch. Hinter allem steckt eine ganz individuelle Geschichte. Ein ganz eigener Lebensweg. Das Leben unterliegt einem ständigen Wandel – wie im Innen, so im Außen. Wenn ich allerdings mein Inneres Gesund und Bestmöglichst glücklich halte, kann mich der Wandel im Außen nicht erschüttern.

In diesem Sinne wünsche ich auch euch wieder einen nährenden Boden unter euren Nackten Füßen. ❤

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